Die ersten drei Wochen an der neuen Schule von Mary Poppins at school liegen hinter ihr. Tolle Kinder (!), eine tolle Erzieherin im Boot (!) und vermutlich eine ebenso tolle Elternvertreterin (!) – die noch zu wählen ist – sind das umwerfende Resumee dieser ersten Zeit.

Drei Wochenenden hat sie durchgearbeitet, dafür steht jetzt komplett das Konzept für die JÜL Klasse 1-3 von Mary Poppins at school, die Klasse mit den tollen Kindern. Der erste Eindruck ist so klasse, das Arbeiten mit den Kindern aus allen Herren Ländern ist einfach perfekt… Bereits die Erstklässler widmen sich hoch konzentriert für ganze Stunden den Fächern Deutsch oder Mathe, hier wird eifrig gelesen, geschrieben und gerechnet, es ist eine Wonne, mit ihnen zu arbeiten. Alles geht leicht von der Hand, alles, alles, alles.

Und wie lustig wir es haben miteinander! Es wird so oft gelacht in unserer Klasse, es wird gekichert und sich gefreut; die Kinder reiten auf derselben Welle von Humor wie ich!

Heute schließe ich gegen 9.50 Uhr die Klassentür ab, da ich – mit einer Tasse Tee in der Hand – nach oben gehen wollte, um während der großen Pause eine der netten Kolleginnen im Obergeschoß zu besuchen. Für die Kinder war das ein ungewöhnliches Bild, da ich bisher in der großen Pause immer im Klassenraum zurückblieb, um dort in aller Ruhe zu frühstücken.

Einer der Erstklässler – Osbourne – war, zusammen mit seinen Freunden, auf dem Weg zum Pausenhof. Als er an der Tür neben mir stand und mich mit meinem Rucksack und der Tasse Tee in der Hand sah, fragte er mich ganz kess: „Hast du jetzt Feierabend??“ 25737833420_a39872800c_n

Ha! Der saß. Ich lachte! Ich und Feierabend – – –  nach den ersten zwei Stunden! Osbourne ist so ein goldiger Schüler, ich mag ihn ganz gern! Er ist witzig, sehr interessiert an allem Unterricht und entwickelt sich jetzt schon zum Sprachwunder für die anderen. Sein Sprachempfinden und seine Aussprache sind bestens ausgebildet, so dass er jetzt schon zum Vorbild für die anderen avanciert.

Osbourne und ich und die anderen kicherten – – – und kicherten – – –  – es war herrlich.
Ich wiederholte…“Hast du gesagt `Feierabend`?“ „Jaaa!“ Er nickte heftig.
Ich erklärte, dass ich meine Pause von nun an öfter nutzen werde, um einen kleinen Ausflug zu machen… oder auch mal zum Kopieren undundund…

Osbourne besitzt auch noch feinen Humor, wie süß! Wie angenehm – mit seinen sechs Jahren!
In der 6. Stunde liefen wir zusammen über den Schulhof, wir kamen gemeinsam vom Schulfotografen, der die Kinder fotografiert hatte. Osbourne lief so neben mir, als ich plötzlich vernahm… „Mein Zimmer ist schon richtig SCHULISCH!“ Was ?! Was war das? Schulisch? Wo hatte er das her?
Ich könnte mich oft ausschütten vor Lachen, wenn Kinder mir so komische Sachen erzählen.
Am liebsten hätte ich mich gewälzt vor Lachen über Osbournes seltsames Wort, es klang so herrlich .. begeistert . …. verwunderlich ….. rätselhaft und völlig klar zugleich!

Es passte so sehr zu ihm.
Kurz darauf erklärte er mir, was „schulisch“ für ihn bedeutet: “ Also, in meinem Zimmer ist ja ein Hochbett. Und an meinem Schrank habe ich … eine Tafel!“ Kaum hatte er das ausgesprochen, lief er davon, und ich musste noch einige Male an diesem Tag an Osbournes Worte denken.

Ich liebe meinen Beruf, ich liebe, liebe, liebe ihn!

Osbourne hatte mir wieder gezeigt, von welch zauberhaften Wesen ich tagtäglich umgeben bin, und was Kinder aus ihrer Phantasie, Kreativität und Sprache so alles erschaffen – sie sind Meister ihres Faches, immer ideenreich, immer originell! 25944098801_cd3af3371b

Ich liebe euch!

Und dann war da noch eine Schülerin, Dizee, die mir zum ersten Mal Küsschen zuwarf, also mehrfach einen Kussmund machte in meine Richtung, als die Kinder heute alle nach der 6. Stunde den Raum verließen.
Das ist wirklich meeeega, von ihr hätte ich das gar nicht erwartet! Sie ist Erstklässlerin, besucht seit zwei Wochen morgens vor dem Unterricht das Frühfördern ( was ihr offenkundig seeehr gut gefällt ;-), und noch ein ganz kleines Mädchen, welches sich im Unterricht ziemlich schüchtern verhält. Heute hatte ich besonders intensiv mit ihr gearbeitet; Dizee hatte mir im Beisein ihrer Mama am frühen Morgen viele kleine Geschenke gebracht, die sie gestern gebastelt hatte… Ich war sehr berührt über diese liebe Geste von ihr, doch dass sie einmal so den Klassenraum verlassen würde (während die anderen alle „Tschüss, Mary Poppins at school!“ riefen oder “ Bis Morgen, Mary Poppins at school!“), das hätte ich ihr nie zugetraut, dafür braucht es schon Überzeugung und Vertrauen!

Ich liebe euch alle!!

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