Sie saßen alle an ihrem Platz! Aufgereiht wie auf einer

Perlenkette!! Alle! Sie plauderten vergnügt mit ihrem Nachbarn oder waren einfach am Chillen, alle waren relaxed und gechillt,

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zufrieden mit sich und der Welt, es war köstlich!!!!

Und das Schönste war – jeder von ihnen kam mir für einen Moment vor wie ein Edelstein, ein kostbarer Edelstein, einer von ganz besonderer Sorte. Ungewöhnlich! Besonders schimmernd! Kostbar!…. Hübsch aufgereiht, wohlfeil aneinander gereiht. Wie schön!

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Ich habe ihnen anschließend gesagt, dass ich sehr, sehr stolz auf sie bin – wie sie sich verhalten in unserer Klasse, wenn ich mal nicht da bin! (Wie es dazu kam, habe ich weiter unten beschrieben.) Und dass sie sich mit ihrem Verhalten darin unterstützen, in der Schule gemeinsam voranzuschreiten, sich gegenseitig den Rücken zu stärken, und sich so ihre je besten Leistungen ermöglichen.
Meine Schüler kooperieren phantastisch miteinander.

Auch lässt sich sagen, dass viele Kinder sich gegenseitig inspirieren auf dem Weg zur Entwicklung ihres ganzen Leistungsvermögen und Potential. Sie machen das wunderbar!
Wie wunderbar sie sich entwickeln, sanft, freudvoll und nachhaltig.

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Was für bemerkenswerte Kinder!

marypoppinsatschool.deEinen solchen Eindruck von meiner Klasse gewann ich übrigens völlig unerwartet während des Besuchs einer Sonderpädagogin, mit der ich vor wenigen Wochen verabredet war. Da Frau Bayer ein Kind mit sonderpädagogischen Förderbedarf in meiner Klasse betreuen wird, kündigte sie sich an jenem Tag zur 3.Stunde an, um diesem Kind fortan bestmögliche Unterstützung im Unterricht zukommen zu lassen.
Die 3. Stunde begann nach unserer 1. Hofpause und ich hatte den Klassenraum kurz verlassen, um im Obergeschoss noch rasch ein paar Kopien zu machen. Hierfür ließ ich die Klassentür ausnahmsweise einen Spalt offen, da ich wusste, es würde bald klingeln. Ich wollte nicht, dass die Kinder vor verschlossener Tür stehen, während ich die Tücken des Kopierers versuche, in Schach zu halten. (Wir bekommen bald einen Neuen ;-).
Und tatsächlich, das Kopieren hielt mich länger in Atem, als beabsichtigt (tzzz, der Kopierer scheint wie aus der Zeit gefallen, kommt es einem manchmal vor), so dass ich froh war, den Schülern die Klassentür bereits geöffnet zu haben.

Kurzum, ich war einige Minuten verspätet zurück, als ich Frau Bayer in dem kleinen Flur vor unserem Klassenraum traf. Sie hatte an der Mini-Tischgruppe gewartet, an der Kinder während der Freiarbeit gerne ihre Arbeit verrichten.

Als sie mich sah, erhob sie sich sofort und kam auf mich zu. “Guten Tag! Ich bin Frau Bayer, wir waren ja verabredet! Ich möchte mich gern Ihnen und Ihrer Klasse vorstellen!”
Sie schüttelte mir die Hand und ich stellte fest… irgendetwas war im Busche.
Aber was?
Sie wirkte so merkwürdig anders als diejenigen, die sich mir zur Kooperation in der Schule vorstellten, irgendwas war anders. Noch bevor ich die Klassentür öffnen konnte (sie stand immer noch einen Spalt offen), setzte sie fort: “Also,ich habe ja nun hier gesessen, um auf Sie zu warten, aber was ich da erlebte in der Zwischenzeit, das habe ich ja noch niiie erlebt!!”
Huch, sie wirkte sichtlich erregt.

Doch weshalb? Sollte meine Klasse…. nein, ich wusste, dass sie eine prima Gruppe sind, eine, die sich gefunden hatte,es lief einfach bravourös mit ihnen. Ich wusste einfach, dass die Schüler meiner Klasse eine Verlässlichkeit aufbringen, die ich so bislang noch nicht erlebt hatte.
Nun legte Frau Bayer so richtig los. Sie berichtete mir vollkommen erstaunt: “Also, nein, so etwas habe ich ja noch nie erlebt!
Ich saß hier an diesen Tischen, während die Schüler Ihrer Klasse von der Hofpause nach oben kamen und sich in den Klassenraum setzten. Ich saß hier – und es war so ruhig! Es war so leise drinnen im Raum!
Also, ich kann es gar nicht glauben… Sie als Lehrerin waren nicht da, und die Kinder waren soo leise!!
Unglaublich! So etwas habe ich noch nie erlebt!”

Ich muss zugeben, auch ich war völlig verdattert. Dass mein “Ich-lasse-die-Tür-einen-Spalt-offen” zu so etwas führen würde, hätte ich nie gedacht. Mary Poppins at school begriff die Tragweite dessen, was sie da vernahm, erst im Nachhinein… Alle so leise, friedlich, freundlich – fantastisch!! Sie liebt es, solche Rückmeldungen zu bekommen, öfter waren es in der letzten Zeit “schulfremde” Personen, die ihr ihre Beobachtungen mitteilten. Sie ist glücklich darüber,  sehr glücklich. Sie ist so begeistert, wie selbständig sich ihre Klasse verhält, sie ist glücklich, glücklich, glücklich darüber. Wow! Wow!

Nachdem wir uns begrüßt hatten, bat ich Frau Bayer in die Klasse und schon stand sie vor den Kindern, um ihnen Folgendes zu berichten: “Ihr seid ja eine tolle Klasse!
Ich habe draußen gesessen, während ihr herein kamt und ihr euch in eure Klasse gesetzt habt; ihr habt euch so leise unterhalten hier alle!
Draußen vor dem Raum habe ich mich echt gewundert über euch! Das kenne ich überhaupt nicht! Ich bin selber Klassenlehrerin von Kindern, die so alt sind wie ihr, aber meine sind ganz anders!”